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Gesicht zeigen

Unsere Erziehungsanstalten bergen scheussliche Heimlichkeiten schreibt Carl Albert Loosli 1924 und bricht als einer der ersten das Schweigen über die im Namen der Fürsorge begangenen Verletzungen der Menschenrechte.


Unsere Ausstellung Gesicht zeigen wirft einen historischen Blick auf die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen in der Schweiz und lädt die Besucher:innen ein, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.


Als Haus der Menschenrechte und offizieller Gedenkort für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen bringt das Anna Göldi Museum zudem im August die vom Bund mitfinanzierte Wanderausstellung „Ich bin einfach niemand gewesen“ – Fürsorge und Zwang in der Schweiz für drei Wochen in den Volksgarten nach Glarus.


Begleitet werden die beiden Ausstellungen von Führungen, Filmvorführungen, Gesprächen, einem Podium zur Glarner Aufarbeitung der Problematik und einem Erzählcafé. Denn: nur wenn wir das Schweigen durchbrechen und gemeinsam Verantwortung übernehmen, lässt sich verhindern, dass sich solches Unrecht wiederholt.


Veranstaltungen


INTERNATIONALER MUSEUMSTAG 2026 Samstag, 16. Mai, 13:30 bis 18.00 Uhr

Sonntag, 17. Mai, 10:30 bis 18.00 Uhr

Um Solidarität und Zusammenhalt geht es am Internationalen Museumstag 2026. Das Anna Göldi Museum bietet an diesem Wochenende ein spezielles Programm und kann kostenlos besucht werden.


NEBELKINDER. FILMMATINÉE MIT GESPRÄCH

Sonntag, 17. Mai 11 Uhr

Durch Zuhören und Erzählen eine neue Gegenwart schaffen – darum geht es in Corinne Kuenzlis Dokumentarfilm Nebelkinder. Er zeigt, wie von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen betroffene Familien versuchen, gemeinsam die Vergangenheit aufzuarbeiten.


ÖFFENTLICHE FÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG «GESICHT ZEIGEN» Sonntag, 17.  Mai und Sonntag, 14. Juni, 13:45 Uhr

Unsere Führung durch die Wechselausstellung knüpft an Anna Göldis Prozessakten an und vermittelt historische Hintergründe und Stationen der Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen in der Schweiz.


ANNA GÖLDI GEDENKTAG: EXPERIMENTALFILM UND GESPRÄCH Sonntag, 14.  Juni, ab 10:30 Uhr 

Anlässlich des diesjährigen Anna Göldi Gedenktages zeigen wir den Experimentalfilm NEFANDUM der Tänzerin Romane Ruggiero und sprechen mit ihr über ihre tänzerische und filmische Auseinandersetzung mit dem Schicksal Anna Göldis. 


INDUSTRIESPIONAGE

Samstag, 16. Mai, 14 bis 17 Uhr

Besichtigen Sie das Firmen- und Familienarchiv der ehemaligen Stoffdruckerei Barth. Jenny & Co. und drucken Sie in der Druckwerkstatt des Anna Göldi Museums unter fachkundiger Anleitung mit historischen Mustern eigene Stoffe.


«WOMEN IN JAZZ» Samstag, 16. Mai, 20 Uhr (Barbetrieb ab 19 Uhr)

Das vom KOMMITHÉE FUEHR MÜSICK eigens für das Anna Göldi Museum konzipierte kleine Festival «WOMEN IN JAZZ» präsentiert an vier Abenden vier international tätige Jazz-Frauen mit Band.


ÖFFENTLICHE FÜHRUNG DURCH DIE DAUERAUSSTELLUNG

Sonntag, 7. Juni und Sonntag, 5. Juli, 13:45 Uhr

Die öffentlichen Führungen durch die Dauerausstellung finden jeweils am ersten Sonntag im Monat statt. Sie geben einen Überblick über den gesellschaftlichen Hintergrund des Justizmordes an Anna Göldi.


WILLKOMMEN IM GLARNER ERZÄHLCAFÉ

Dienstag, 16. Juni, 14:15 bis 16:15 Uhr

Jede Lebensgeschichte ist ein Abenteuer. Im Glarner Erzählcafé «Glaris verzellt», das wir in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Glarus veranstalten, geht es um Ihre persönlichen Erlebnisse.


SIEBDRUCK UND TEXTILES UPCYCLING

Sonntag, 31. Mai und Sonntag, 28. Juni, 14 bis 16 Uhr

Beim Bedrucken von mitgebrachten Textilien mit historischen Glarner Mustern werden handwerkliches Geschick und Wissen geteilt. Anmeldung erforderlich!


THEATERPROJEKT - DAS RECHT AUF TRÄUME (RAT)

Samstag, 27. Juni, ab 18 Uhr

Unter der Leitung von Lisa Eikrann und Jael Steger haben Kinder und Jugendliche im Anna Göldi Museum gemeinsam ein Theaterstück erarbeitet, das zum Nachdenken und Diskutieren anregt über Menschenrechte, Liebe, Mut, Armut und Themen, die die Kinder beschäftigen.


Quelle: Newsletter Anna Göldi Museum

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