«Ich bin einfach niemand gewesen»
- Anna Göldi Museum

- vor 3 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Wie gehen wir mit Menschen um, die nicht den gesellschaftlichen Normen entsprechen? Wer erzählt ihre Geschichten? Und was können wir aus der Vergangenheit der fürsorgerischen Praxis für die Zukunft lernen?
Das sind nur einige der Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Wanderausstellung «Ich bin einfach niemand gewesen» – Fürsorge und Zwang in der Schweiz stellen.
Die Ausstellung lädt bis zum 25. August dazu ein, sich aus unterschiedlicher Perspektive mit dem Spannungsfeld von Fürsorge und Zwang zu befassen.
Schauen Sie vorbei und besuchen Sie im Monat August unsere Begleitveranstaltungen dazu.
Eröffnung Wanderausstellung im Volksgarten
Donnerstag, 6. August, 18.00 Uhr

Begleitprogramm im Anna Göldi Museum Fabrikstrasse 9, Ennenda
PODIUM Freitag, 14. August, 19.00 Uhr
Hunderttausende Frauen, Männer und Kinder wurden unter dem Deckmantel der Fürsorge entrechtet. Im Kanton Glarus untersucht die Historikerin Julia Rhyner dieses lange verdrängte Kapitel der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Auf dem Podium diskutieren: Hansueli Brunner (KESB), Rose Burri (Betroffenenach1981/Mitgründerin Careleaver Schweiz), Philipp Langlotz (Anlaufstelle FSZM-Opfer), Julia Rhyner (Historikerin). Moderation: Martin Beglinger
ÖFFENTLICHE FÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG «GESICHT ZEIGEN»
Freitag, 14. August , 18 Uhr
Mittwoch, 19. August, 18 Uhr
Sonntag, 16. August, 13:45 Uhr
Unsere Führungen durch die Wechselausstellung knüpfen an Anna Göldis Prozessakten an, vermitteln die historischen Hintergründe und zeigen die Etappen der Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen in der Schweiz. Dabei wird auch ein Blick auf den Kanton Glarus geworfen.
ERZÄHLCAFÉ
Mittwoch, 19. August, 19.00 Uhr
Waren Sie oder jemand in Ihrer Familie von einer Zwangsmassnahme betroffen – als Kind von den Eltern getrennt, als junger Mensch zur Arbeit gezwungen, hinter Mauern interniert? Im von Fachpersonen moderierten Erzählcafé teilen Anwesende persönliche Erfahrungen in einer kleinen Gruppe. Auch am Thema Interessierte sind eingeladen, zu erzählen und zuzuhören. Seien Sie herzlich willkommen! Anmelden bis am 17. August und kontakt@annagoeldimuseum.ch
DREITEILIGE GESCHICHTSWERKSTATT
Donnerstag, 27. August, 16 bis 19 Uhr
Donnerstag, 3. September, 16 bis 19 Uhr
Montag, 14. September, 13 bis 16 Uhr
Sie möchten der Geschichte von Fürsorge und Zwang in Ihrem Leben, Ihrer Familie auf den Grund gehen? In der dreiteiligen Werkstatt führen Fachpersonen Sie ans historische und persönliche Forschen und Aufarbeiten heran. Es geht um Fragen wie: Wo finde ich Informationen, wer unterstützt mich im Suchen von Akten, wie bereite ich mich auf einen Besuch im Archiv vor? Auch: Wie erzähle ich meine Geschichte, wie schreibe ich sie auf, wenn ich das möchte? Anmelden bis am 17. August und kontakt@annagoeldimuseum.ch
Vermittlungsprogramm für Schulklassen aller Stufen
BEGEGNUNG MIT BETROFFENEN, FILM - UND THEATERNACHMITTAGE
Die Aufarbeitung der fürsorgerischen Praxis bedeutet, nach dem Unrecht von gestern zu fragen, und danach, wie eine menschenrechtsorientierte Sozialbegleitung heute und morgen gelingen kann. Schulklassen sind ausdrücklich eingeladen, sich altersgerecht mit diesem über Jahrzehnte verdrängten Kapitel der Schweizer Geschichte auseinanderzusetzen. Wir organisieren Begegnungen mit Betroffenen sowie Film- und Theaternachmittage. Schreiben Sie uns unter kontakt@annagoeldimuseum.ch
Quelle: Newsletter Anna-Göldi-Museum


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